Diese Webseite verwendet Cookies
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie unter dem Link „Cookie-Details einblenden“ und in unserer Datenschutzerklärung. Sie geben Ihre Einwilligung zu unseren Cookies, wenn Sie diesen Hinweis mit Klick auf einen Akzeptieren-Button wieder ausblenden. Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung.
Nur ausgewählte akzeptieren
Ablehnen
Alle akzeptieren

Cookie-Details einblendenCookie-Details ausblenden
Notwendige Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen der Website.

Name cookieconsent-media
Anbieter Eigentümer dieser Website
Zweck
Speichert den Zustimmungsstatus des Benutzers für Externe-Medien Cookies auf der aktuellen Website.
Laufzeit 1 Jahr
Typ HTTP Cookie

Name cookieconsent-necessary
Anbieter Eigentümer dieser Website
Zweck
Speichert den Zustimmungsstatus des Benutzers für Cookies auf der aktuellen Website.
Laufzeit 1 Jahr
Typ HTTP Cookie

Name cookieconsent-statistics
Anbieter Eigentümer dieser Website
Zweck
Speichert den Zustimmungsstatus des Benutzers für Statistik Cookies auf der aktuellen Website.
Laufzeit 1 Jahr
Typ HTTP Cookie

Name fontSize
Anbieter Eigentümer dieser Website
Zweck
Speichert die Einstellung der Schriftgröße die durch das Barrierefreiheits-Tool eingestellt wird.
Laufzeit 1 Jahr
Typ HTTP Cookie

Name isGrayScale
Anbieter Eigentümer dieser Website
Zweck
Speichert die Einstellung der Graustufe die durch das Barrierefreiheits-Tool eingestellt wird.
Laufzeit 1 Jahr
Typ HTTP-Cookie

Name isHighContrast
Anbieter Eigentümer der Website
Zweck
Speichert die Einstellung des Kontrastes die durch das Barrierefreiheits-Tool eingestellt wird.
Laufzeit 1 Jahr
Typ HTTP-Cookie

Name PHPSESSID
Anbieter Eigentümer dieser Website
Zweck
Cookie von PHP (Programmiersprache), PHP Daten-Identifikator. Enthält nur einen Verweis auf die aktuelle Sitzung. Im Browser des Nutzers werden keine Informationen gespeichert und dieses Cookie kann nur von der aktuellen Website genutzt werden.
Laufzeit Sitzungsende (Schließen des Browsers)
Typ HTTP Cookie
Inhalte von externen Anbietern wie Vimeo oder GoogleMaps werden standardmäßig blockiert. Wenn Cookies von externen Medien akzeptiert werden, bedarf der Zugriff auf diese Inhalte keiner manuellen Einwilligung mehr.

Name muxData
Anbieter vimeo.com
Zweck
Dieses Cookie wird in Verbindung mit einem Videoplayer verwendet. Wenn der Besucher beim Anzeigen von Videoinhalten unterbrochen wird, merkt sich das Cookie, wo das Video gestartet werden soll, wenn der Besucher das Video erneut lädt.
Laufzeit Sitzungsende (Schließen des Browsers)
Typ HTTP Cookie

Name player
Anbieter vimeo.com
Zweck
Speichert die Voreinstellungen des Benutzers beim Abspielen eingebetteter Videos von Vimeo.
Laufzeit 1 Jahr
Typ HTTP Cookie

Name vuid
Anbieter vimeo.com
Zweck
Registriert eine eindeutige ID, die von Vimeo verwendet wird.
Laufzeit 2 Jahre
Typ HTTP Cookie
Diese Cookies erfassen anonyme Statistiken. Diese Informationen helfen uns zu verstehen, wie wir unsere Website noch weiter optimieren können.

Name _ga
Anbieter google.com
Zweck
Registriert eine eindeutige ID, die von Google Analytics verwendet wird, um statistische Daten dazu, wie der Besucher die Website nutzt, zu generieren.
Laufzeit 2 Jahre
Typ HTTP Cookie

Name _gat
Anbieter google.com
Zweck
Wird von Google Analytics verwendet, um die Anforderungsrate einzuschränken.
Laufzeit 1 Tag
Typ HTTP Cookie

Name _gid
Anbieter google.com
Zweck
Registriert eine eindeutige ID, die von Google Analytics verwendet wird, um statistische Daten dazu, wie der Besucher die Website nutzt, zu generieren.
Laufzeit 1 Tag
Typ HTTP Cookie

Abendmusik - Bachs Suiten für Violoncello Solo

Sonntag den 19.07.2026 um 17:00 Uhr

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Suite G-Dur
Prélude, Allemande, Courante, Sarabande, Menuet I und II, Gique

Suite D-Dur a cinq cordes
daraus : Sarabande, Gavotte I und II

Suite c-Moll discordable
Prélude, Allemande, Courante, Sarabande, Gavotte I und II, Gique


Etwa 20 Jahre, nachdem diese Musik niedergeschrieben wurde, äußerte J. A. Scheibe über eine wünschenswerte Einstellung des Critischen Musikus:

Alle praktischen Musikanten aber sollen überhaupt darauf sehen, dem Sinne des Componisten gemäß zu singen und zu spielen, und folglich alle Noten rein und deutlich auszudrücken. Ich verlange deswegen gar nicht, daß ein praktischer Musikant alle Stücke, die ihm vorgelegt werden, ohne sie weiter zu kennen, gleich weg singen oder spielen soll. [...] Ich verlange vielmehr, daß er geschickt seyn soll, diejenigen Stücke, welche er durchzugehen Zeit und Gelegenheit hat, rein, deutlich, ordentlich, und mit gehörigem Nachdruck zu singen und zu spielen. Ich glaube ohnedieß, daß es nicht ohne Wunderwerk geschehen kann, ein [...] schweres Stück mit völliger Schönheit, Ordnung und Nachdruck herauszubringen, wie es dem Sinne des Komponisten gemäß ist, wie es die Eigenschaften der Schreibart, und alle übrige dazu gehörigen Umstände erfordern.

Für mich hat die Erarbeitung der Cellosuiten etwas von Bergsteigen wie noch vor 150 Jahren an sich: Man plant, man strengt sich an, riskiert auch Abstürze und was steht am Ende? Eben die Erkenntnis, dass der höchste Gipfel offensichtlich ganz woanders liegt. Das liegt wohl nur zum Teil daran, dass das originale Kartenmaterial -in diesem Fall die Handschrift J. S. Bachs- nicht mehr vorhanden ist. Über 100 Ausgaben in moderner Notenschrift gibt es inzwischen, welche sich an der erhaltenen Kopie der zweiten Frau Bachs und späteren Abschriften orientieren. Doch findet man dadurch besser den Weg? Wir können seine Sprache doch nur erahnen, die originalen Phrasierungen, Betonungen sind ja nicht erhalten. Wissen wir wenigstens, für welches Instrument? Da verlangt Bach drei verschieden Typen: zunächst ein viersaitiges, dieses jedoch in der c-Moll anders gestimmt [discordable] und schließlich in der D-Dur Suite ein fünfsaitiges Cello [a cinq cordes]. Kennen wir den Spieler der Uraufführung? Man kann sich nicht einmal sicher sein, ob die Suiten in Weimar oder erst Jahre später in Köthen entstanden sind...

Im gleichen Jahr wie Scheibes Schrift (1737) baute Antony Stephan Posch in Wien das zu hörende viersaitige Cello. Als Eigentum des Klosters vom Heiligen Hieronymus in Wien überlebte es die vielen Veränderungen, welche bei Streichinstrumenten üblich sind, relativ unbeschadet und ist heute eines der wenigen erhaltenen „Großen Celli“. Weitere 30 Jahre später (1769) baute Marx Straub in Rötenbach das kleine fünfsaitige Cello; ein schlichter, seltener Nachweis der alemannischen Geigenbautradition im Schwarzwald, welche vor 200 Jahren zu Ende ging.

Bernhard Hentrich studierte Violoncello, Streichquartett und Gesang (Nebenfach) an den Musikhochschulen Dresden, Karlsruhe und der Schola Cantorum Basiliensis bei Christophe Coin sowie Musikwissenschaft an der TU Dresden. Eine enge Zusammenarbeit verband ihn danach mit dem Tänzer Thomas Hartmann und dem Schauspieler Rolf Hoppe. Es folgten Solokonzerte u. a. in Adelaide, Buenos Aires, Porto und Pulsnitz.
Der Gegenstand seiner Forschungen (u.a. Deutschen Historischen Instituts Rom) sowie deren praktischen Umsetzung in Lehre und Konzerten ist die vergangene Musik-Realität: Provenienzrecherchen zu den Dresdner Silbertrompeten, dem Instrumentarium der Sächsischen Hofkapelle (Entdeckung eines Violone von Peregrino Zanetto vom Ende 16. Jh., Wiederauffindung einer verschollenen Tenor-Viola von Antonius & Hieronymus Amati). Vorträge u.a. in Bern, Bologna, New York und Salzburg. 2011-16 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, seit 2017 Professor für Alte Musik, zudem 2022-25 Dekan an der Hochschule für Musik in Dresden.

Weitere Informationen: http://www.celloallein.de


Änderungen vorbehalten!
Gefördert durch den Kulturraum Meißen - Sächsische Schweiz – Osterzgebirge