Live-Kinosaison

ZWÖLF BLOCKBUSTER-TITEL, EINE KINOSAISON

LIVE AUS DEM ROYAL OPERA HOUSE 2017/18

 

Mit zwölf Titeln wird die Royal Opera House Live-Kinosaison 2017/18 das Publikum in mehr als 1500 Kinos in über 40 Ländern begeistern. Die neue Saison umfasst einige der beliebtesten Produktionen der Royal Opera und des Royal Ballet’s aus dem klassischen Repertoire, viele der besten Ballett- und Opernstars der Welt und vier brandneue Produktionen. Die Filmgalerie Großenhain wird die Übertragungen live aus dem Covent Garden in London zeigen.

 

Die Royal Opera House Live-Kinosaison 2017/18 besteht aus folgenden Produktionen: 

DIE ZAUBERFLÖTE - Mittwoch, 20. September 2017 | 20.15 Uhr

Oper in zwei Akten

Wolfgang Amadeus Mozart

 

JULIA JONES DIRIGIERT DIE FASZINIERENDE PRODUKTION DER ROYAL OPERA VON MOZARTS ZAUBERFLÖTE MIT EINER WUNDERBAREN BESETZUNG, DARUNTER RODERICK WILLIAMS ALS PAPAGENO.

 

Mozarts berühmte Oper Die Zauberflöte wird in der bezaubernden Inszenierung von David McVicar und mit der Bühnenausstattung von John Macfarlane zum Leben erweckt. Prinz Tamino verspricht der Königin der Nacht, ihre Tochter Pamina aus der Gewalt des Zauberers Sarastro zu befreien, und macht sich auf die Suche, begleitet vom Vogelfänger Papageno – aber es ist nicht alles so, wie es scheint …
David McVicar wird in seiner klassischen Produktion dem Ernst der Oper ebenso gerecht wie ihren komödiantischen Zügen. Er trägt das Publikum in eine phantastische Welt mit tanzenden Tiere, Flugmaschinen und einem blendenden Sternenhimmel. Die Inszenierung liefert eine wunderbare Kulisse für Mozarts kaleidoskopische Partitur, von den Koloraturfeuerwerken der Königin der Nacht über Taminos und Paminas lyrische Liebesduette bis hin zu Papagenos volksliedhaften Arien voller Saft und Kraft.
Die Zauberfl öte ist eine Komödie, aber sie bringt auch Mozarts tiefe spirituelle Überzeugungen zum Ausdruck: Aufklärerische Bestrebungen auf der Suche nach Weisheit und Tugend liegen dieser bezaubernden Geschichte zugrunde. Die Zauberfl öte hatte beim Publikum auf Anhieb Erfolg, und Mozarts angeblicher Konkurrent Salieri nannte sie ‚operone‘ – ‚große Oper‘.

 

MUSIK – WOLFGANG AMADEUS MOZART
LIBRETTO – LORENZO DA PONTE
REGIE DAVID – MCVICAR
DIRIGENTIN – JULIA JONES
TAMINO – MAURO PETER
PAMINA – SIOBHAN STAGG
PAPAGENO – RODERICK WILLIAMS

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 190 MINUTEN INKL. EINER PAUSE + EINFÜHRUNG | DEUTSCH GESUNGEN


 

LA BOHÈME – Dienstag, 3. Oktober 2017 | 20.15 Uhr

Oper in Vier Akten / Neuproduktion

Giacomo Puccini

 

PUCCINIS LEIDENSCHAFTLICHE OPER IN EINER NEUPRODUKTION VON RICHARD JONES, DIRIGIERT VON ANTONIO PAPPANO UND MIT EINER WUNDERBAR JUNGEN BESETZUNG, DARUNTER NICOLE CAR, MICHAEL FABIANO UND MARIUSZ KWIECIEŃ.

 

Als der mittellose Dichter Rodolfo der Näherin Mimì begegnet, verlieben sich beide auf der Stelle ineinander. Aber ihr Glück gerät in Gefahr, als Rodolfo erfährt, dass Mimì schwer krank ist.
Der gefeierte Regisseur Richard Jones (Boris Godunov, Il trittico) leitet eine neue Produktion von Puccinis La bohème. Die Oper, unwiderstehlich in ihrer sinnigen, leidenschaftlichen Verschmelzung von Komödie und Tragödie, stellt eine Gruppe junger Künstler ins Zentrum, die sich in Paris, der Hauptstadt des 19. Jahrhunderts, als Bohemiens durchs Leben schlagen. Jones gewährt auf seine typische Weise einen tiefen Einblick in diesen beliebten Klassiker, den der Bühnenbildner Stewart Laing in den 1850er Jahren ansiedelt.
La bohème, Puccinis romantische Schilderung der Pariser Bohème mit unvergesslicher Musik und einer Liebesgeschichte aus dem Alltag hat das Publikum in aller Welt begeistert und gehört heute zu den beliebtesten Opern. Das Werk kam zum ersten Mal 1897 in Covent Garden auf die Bühne und wurde seitdem dort über fünfhundertmal aufgeführt.

 

MUSIK – GIACOMO PUCCINI
REGIE – RICHARD JONES
DIRIGENT – ANTONIO PAPPANO
MIMÌ – NICOLE CAR
RODOLFO – MICHAEL FABIANO
MARCELLO – MARIUSZ KWIECIEŃ
MUSETTA – NADINE SIERRA

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 155 MINUTEN INKL. EINER PAUSE + EINFÜHRUNG | ITALIENISCH GESUNGEN MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN

 


 

ALICE IM WUNDERLAND - Montag, 23. Oktober 2017 | 20.15 Uhr

Ballett in drei Akten

Christopher Wheeldon

 

FOLGEN SIE ALICE IN DAS LOCH EINES KANINCHENBAUS IN CHRISTOPHER WHEELDONS ÜBERSCHWÄNGLICHEM BALLETT NACH DEM BELIEBTEN BUCH VON LEWIS CARROLL.

 

Auf einem Gartenfest an einem sonnigen Nachmittag sieht Alice mit Erstaunen, dass sich Lewis Carroll, ein Freund der Eltern, in ein weißes Kaninchen verwandelt. Als sie ihm in ein Kaninchenloch folgt, geht es immer merkwürdiger zu … Auf ihrer Reise durch das Wunderland begegnet Alice den eigenartigsten Gestalten. Sie ist hingerissen von dem charmanten Herzbuben, der wegläuft, weil er die Törtchen gestohlen haben soll. Eine Verwirrung folgt auf die andere. Dann schreckt Alice plötzlich auf. Hat sie das alles bloß geträumt?
Christopher Wheeldons Ballett Alice im Wunderland eroberte 2011 die Bühne in einer Explosion aus Farbe, Magie und einfallsreicher, ausgeklügelter Choreographie. Joby Talbots Musik kombiniert moderne Klangwelten mit mitreißenden Melodien, die auf Ballettpartituren des 19. Jahrhunderts verweisen. Bob Crowley zieht für seine phantasievolle und spektakuläre Bühnengestaltung vom Puppenspiel bis zu Projektionen alles heran, was das Wunderland wunderbar realistisch erscheinen lässt.
Alice begegnet einer Fülle ungewöhnlicher und auf Anhieb erkennbarer Figuren, von der höchst überspannten Herzkönigin – die eine aberwitzige Parodie des berühmten Rosen-Adagios aufführt – bis hin zu einem Karten spielenden Ballettkorps, einer sich windenden Raupe und einem steppenden Hutmacher. Doch das Werk weicht auch den dunkleren Strömungen von Lewis Carrolls Geschichte nicht aus: Die albtraumhafte Küche, die gespenstische Cheshire-Katze und die irritierte Teegesellschaft, alles wird anschaulich geschildert. Der Ergebnis bietet Tanz von Weltrang als bezaubernde Unterhaltung für die ganze Familie und zeigt das Royal Ballet von seiner besten Seite.

 

CHOREOGRAPHIE – CHRISTOPHER WHEELDON
MUSIK – JOBY TALBOT

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 170 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG


 

DER NUSSKNACKER - Dienstag, 5. Dezember 2017 | 20.15 Uhr

Ballett in zwei Akten

Peter Wright

 

IN DIESEM KLASSISCHEN BALLETT, GETANZT ZU TSCHAIKOWSKYS HERRLICHER MUSIK, ERLEBT EIN JUNGES MÄDCHEN DURCH EIN VERZAUBERTES GESCHENK EIN WUNDERBARES WEIHNACHTSABENTEUER.

 

Die junge Clara schleicht am Weihnachtsabend nach unten, um mit ihrem Lieblingsgeschenk, einem Nussknacker, zu spielen. Doch der geheimnisvolle Zauberer Drosselmeyer wartet nur darauf, sie in eine abenteuerliche Welt zu entführen. Nachdem Clara und der Nussknacker den Mäusekönig besiegt haben, reisen sie durch das Schneeland in das Reich der Süßigkeiten, wo die Zuckerfee wunderbare Tänze aufführen lässt.
Als Clara wieder zu Hause ist, glaubt sie alles nur geträumt zu haben – aber erkennt sie da nicht Drosselmeyers Neffen wieder?
Peter Wrights gewissermaßen definitive Produktion für das Royal Ballet gilt als eine der beständigsten und bezauberndsten Versionen des Nussknackers. Lew Iwanows Ballett aus dem Jahr 1892, festlich inszeniert im Stil der Zeit mit tanzenden Schneeflocken undmärchenhafter Bühnenmagie zu Tschaikowskys prächtiger, einschmeichelnder Musik, ist eine der bekanntesten Ballettpartituren überhaupt und die perfekte Unterhaltung für die Weihnachtszeit.
Das Ballett, angelehnt an eine Erzählung von E.T.A. Hoffmann, beginnt mit einer lebhaftenWeihnachtsfeier, deren viktorianische Szenerie Julia Trevelyan Oman mit üppigen Details vor Augen führt. Wright bindet auf sinnreiche Weise Teilstücke aus dem Originalmaterial des Balletts in die Choreographie ein, darunter den herrlichen pas de deux für die Zuckerfee und ihren Prinzen. In der betont herausgearbeiteten Beziehung zwischen Clara und dem Nussknacker-Prinzen verweist die Produktion in berührenden Untertönen auch auf die erste Liebe.

 

 

CHOREOGRAPHIE – PETER WRIGHT
NACH – LEW IWANOW
MUSIK – PETER TSCHAIKOWSKY

 

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 135 MINUTEN INKL. EINER PAUSE + EINFÜHRUNG

 

RIGOLETTO - Dienstag, 16. Januar 2018 | 20.15 Uhr

Oper in drei Akten

Giuseppe Verdi

 

ALEXANDER JOEL DIRIGIERT DAVID MCVICARS GEFEIERTE PRODUKTION VON VERDIS TRAGISCHER OPER. DIMITRI PLATANIAS, LUCY CROWE UND MICHAEL FABIANO GEHÖREN ZUR ERSTKLASSIGEN BESETZUNG DES EINDRUCKSVOLLEN WERKES.

 

Das zentrale Thema der eindrucksvollen Tragödie Verdis, die David McVicars für die Royal Opera inszeniert hat, ist die Vernichtung der Unschuld. Rigoletto, Hofnarr des leichtlebigen Herzogs von Mantua, wird vom Vater eines der Opfer des Herzogs verfl ucht, weil er respektlos lacht. Als der Herzog Rigolettos Tochter Gilda verführt, beginnt der Fluch zu wirken … David McVicars Produktion betont die Grausamkeit am Hof zu Mantua. Prunkvoll gekleidete Höflinge vergnügen sich in Orgien und Gelagen zu Verdis berauschenden, schwungvollen Tänzen. Zahlreich sind die musikalischen Höhepunkte, darunter die ungestüme Arie ‚La donna è mobile‘, in der sich der Herzog seiner Missachtung der Frauen rühmt; Gildas wehmütige Duette mit Rigoletto oder dem Herzog, das prachtvolle Quartett im dritten Akt, das die Stimmen wunderbar ineinander verwebt, während die Handlung dem erschütternden Schluss entgegeneilt …
Giuseppe Verdi schrieb 1855, Rigoletto sei seine ‚beste Oper‘. Er musste sich mit der Zensur auseinandersetzen, bevor er sie auf die Bühne bringen konnte – abgelehnt wurde seine Schilderung eines unmoralischen Herrschers –, fühlte sich 1851 aber durch den riesigen Erfolg bei der Uraufführung bestätigt. Rigoletto wurde in den folgenden zehn Jahren 250mal aufgeführt und zählt zu den beliebtesten Opern überhaupt.

 

MUSIK – GIUSEPPE VERDI
REGIE – DAVID MCVICAR
DIRIGENT – ALEXANDER JOEL
RIGOLETTO – DIMITRI PLATANIAS
GILDA – LUCY CROWE
HERZOG VON MANTUA – MICHAEL FABIANO

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 165 MINUTEN INKL. EINER PAUSE + EINFÜHRUNG | ITALIENISCH GESUNGEN MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN

 

TOSCA - Mittwoch, 7. Februar 2018 | 20.15 Uhr

Oper in drei Akten

Giacomo Puccini

 

DRAMA, LEIDENSCHAFT UND HERRLICHE MUSIK – PUCCINIS OPERNTHRILLER GEHÖRT ZU DEN GROSSEN OPERNERLEBNISSEN. DAN ETTINGER DIRIGIERT EINE STARBESETZUNG MIT ADRIANNE PIECZONKA, JOSEPH CALLEJA UND GERALD FINLEY.

 

Tosca gehört zu den großen Opernerlebnissen, und schon die ersten schrillen Akkorde beschwören eine Welt politischer Instabilität und Bedrohung herauf.
Jonathan Kents Produktion für die Royal Opera fängt die unruhige, politisch gefährliche Atmosphäre 1800 in Rom ein. Scarpia, der Polizeichef, einer der schlimmsten Schurken der Oper, verfolgt und quält Staatsfeinde unbarmherzig. Seine düstere, dämonische Musik steht im Gegensatz zu den ausladenden Melodien
der Liebenden, Tosca und Cavaradossi, die ihre Leidenschaft in herrlichen Arien zum Ausdruck bringen, darunter ‚Vissi d’arte‘ und ‚E lucevan le stelle‘. Giacomo Puccinis dramatisches Werk hatte 1900 in der Uraufführung einen riesigem Erfolg beim Publikum und gehört noch immer zu den am häufi gsten aufgeführten Opern überhaupt – die packende Handlung und die wunderbare Musik sprechen für sich selbst.
Eine Kirche im Kerzenschein, Scarpias düsteres Arbeitszimmer mit der verborgenen Folterkammer und der falsche Optimismus einer römischen Morgendämmerung: Die gefällige Inszenierung lässt das unbarmherzig dichte Drama um so deutlicher hervortreten, während sich die Spannung immer weiter steigert bis zum
verhängnisvollen Schluss. Puccinis sorgfältig recherchierte Partitur ist reich an authentischen Details, vom fernen Kanonenfeuer während des Te Deums im ersten Akt bis hin zu den läutenden Kirchenglocken und den Geräuschen eines Erschießungskommandos.

 

MUSIK – GIACOMO PUCCINI
REGIE – JONATHAN KENT
DIRIGENT – DAN ETTINGER
FLORIA TOSCA – ADRIANNE PIECZONKA
MARIO CAVARADOSSI – JOSEPH CALLEJA
BARON SCARPIA – GERALD FINLEY

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 180 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG | ITALIENISCH GESUNGEN MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN

DAS WINTERMÄRCHEN - Mittwoch, 28. Februar 2018 | 20.15 Uhr

Ballett in einem Prolog und drei Akten

Christopher Wheeldon

 

SHAKESPEARES GESCHICHTE ÜBER LIEBE UND VERLUST WIRD IN CHRISTOPHER WHEELDONS BALLETTADAPTION ZU EINEM FESSELNDEN TANZDRAMA, MIT MUSIK VON JOBY TALBOT.

 

Christopher Wheeldon, künstlerischer Mitarbeiter des Royal Ballet, schuf 2014 seine Adaption von Shakespeares später großer Romanze Das Wintermärchen für das Royal Ballet. Anknüpfend an den Erfolg von Alice im Wunderland erhielt Das Wintermärchen bei der Uraufführung begeistertes Lob von Kritik und
Publikum für die intelligente, unverwechselbare und tiefbewegende, durch erlesenen Tanz erzählte Geschichte. Das Werk gilt heute weithin als moderner Ballettklassiker.
Inhaltlich geht es um die Zerstörung einer Ehe durch verzehrende Eifersucht, die Aussetzung eines Kindes und eine scheinbar hoffnungslose Liebe. Doch nach Reue und Bedauern – und einer offenbarwundersamen Rückkehr ins Leben – gibt es am Ende Vergebung und Versöhnung. Mit der beeindruckenden Bühnenausstattung
von Bob Crowley und der atmosphärischen Musik von Joby Talbot ist Das Wintermärchen ein meisterhaftes modernes Ballett, das eine bewegende Geschichte erzählt.

 

CHOREOGRAPHIE – CHRISTOPHER WHEELDON
MUSIK – JOBY TALBOT

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 180 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG

CARMEN - Dienstag, 6. März 2018 | 19.45 Uhr

Oper in vier Akten

Georges Bizet

 

BIZETS KLASSISCHE FRANZÖSISCHE OPER MIT ANNA GORYCHOVA IN DER TITELROLLE VON BARRIE KOSKYS EINDRINGLICHER PRODUKTION.

 

Carmen ist die bekannteste Oper des französischen Komponisten Georges Bizet und eines der berühmtesten Werke überhaupt in dieser Musikgattung – Nummern wie die Habanera und das Torero-Lied sind so geläufig geworden wie wenige andere. Der erregenden Kombination von Leidenschaft, Sinnlichkeit und Gewalt in dieser Oper war die Bühne nicht gewachsen, und das Werk fiel bei der Kritik durch, als es 1875 uraufgeführt wurde. Bizet starb kurze Zeit später und erlebte nie den spektakulären Erfolg, den seine Carmen erzielen würde: Die Oper wurde allein in Covent Garden über fünfhundertmal aufgeführt. In seiner betont körperhaften, ursprünglich für die Oper Frankfurt geschaffenen Produktion betrachtet Barrie Kosky diese seit jeher beliebte Oper aus einem neuen Blickwinkel. Der australische Regisseur gehört zu den gefragtesten Opernregisseuren der Welt; mit Begeisterung aufgenommen wurde 2016 sein Debüt für die Royal Opera mit Schostakowitschs Die Nase. Für Carmen hat er eine Version geschaffen, die von der traditionellen Auffassung weit entfernt ist; so fügte er Musik ein, die Bizet zwar für die Partitur geschrieben hatte, die jedoch gewöhnlich nicht zu hören ist, und der unendlich faszinierenden Hauptfigur gab er eine neue Stimme.

 

MUSIK - GEORGES BIZET

REGIE - BARRIE KOSKY 

DIRIGENT - JAKUB HRŮŠA

CARMEN - ANNA GORYACHOVA 

DON JOSÉ - FRANCESCO MELI 

MICAËLA - ANETT FRITSCH

ESCAMILLO - KOSTAS SMORIGINAS

 

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 200 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG | FRANZÖSISCH GESUNGEN MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN 

BERNSTEIN CELEBRATION - Dienstag, 27. März 2018 | 20.15 Uhr

Drei Ballette, zwei neue Produktionen

Wane McGregor, Liam Scarlett und Christopher Wheeldon

 

DAS ROYAL BALLET FEIERT LEONARD BERNSTEINS 100. GEBURTSTAG MIT EINEM PROGRAMM, DAS AUSSCHLIESSLICH WERKEN VON BERNSTEIN GEWIDMET IST UND CHOREOGRAPHIEN VON WAYNE MCGREGOR, LIAM SCARLETT UND CHRISTOPHER WHEELDON UMFASST.

 

Leonard Bernstein war einer der ersten klassischen Komponisten in Amerika, die bei Publikum und Kritik gleichermaßen Beifall fanden. Er schöpfte aus den unterschiedlichsten Quellen – griff auf Jazz und die Moderne, die Traditionen jüdischer Musik und das Broadway-Musical zurück – und viele Partituren Bernsteins eignen sich ausgesprochen gut für den Tanz. Besonders verbunden war er Jerome Robbins, mit dem gemeinsam er Fancy Free und West Side Story auf die Bühne brachte. Zur Feier des 100. Geburtstags des Komponisten hat das Royal Ballet seine drei Choreographen mit der Aufgabe betraut, die dynamische Breite und Tanzbarkeit von Bernsteins Musik zu feiern.
Das Programm umfasst zwei Welturaufführungen des Haus-Choreographen Wayne McGregor und des Künstlerischen Mitarbeiters Christopher Wheeldon – für beide Künstler jeweils der erste Streifzug zu Bernstein. Im Mittelpunkt des Programms steht die erste Wiederaufnahme des Balletts The Age of Anxiety, das Liam Scarlett, Artist-in-Residence des Royal Ballet, 2014 zu Bernsteins introspektiver Zweiten Symphonie schuf. Symphonie wie Ballett gehen auf W.H. Audens meisterhaftes, modernistisches Gedicht zurück, das selbst eine Reaktion war auf die Atmosphäre der Enttäuschung und Ungewissheit, die auf das Ende des Zweiten Weltkriegs folgte.

 

CHOREOGRAPHIE - WAYNE MCGREGOR, LIAM SCARLETT, CHRISTOPHER WHEELDON 
MUSIK - LEONARD BERNSTEIN

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 180 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG

MACBETH - Mittwoch, 4. April 2018 | 20.15 Uhr

Oper in vier Akten

Giuseppe Verdi 

 

VERDIS OPER NACH SHAKESPEARES TRAGÖDIE, MIT EINER WUNDERBAREN BESETZUNG, DARUNTER ANNA NETREBKO, ŽELJKO LUČIĆ UND ILDEBRANDO D'ARCANGELO, WIRD VON ANTONIO PAPPANO DIRIGIERT.


Verdis lebenslange Liebe zu Shakespeares Werken begann mit Macbeth, einem Stück, das er für 'eine der größten Schöpfungen der Menschheit' hielt. Mit seinem Librettisten Francesco Maria Piave machte sich Verdi auf den Weg, 'etwas Besonderes' zu schaffen. Ihr Erfolg wird in jedem Takt einer Partitur deutlich, die Verdi von seiner dramatischsten Seite zeigt, voller dämonischer Energie. Der Feldherr Macbeth kämpft auf der Seite des schottischen Königs – doch als ihm eine Gruppe Hexen prophezeit, er werde selbst König, animiert rücksichtsloser Ehrgeiz ihn und seine Frau zu furchtbaren Taten. Mord macht Macbeth zum König, Intrigen und Schlächtereien kennzeichnen seine kurze, dem Untergang geweihte Herrschaft. Die Hexen machen eine weitere Vorhersage, die sich ebenfalls bewahrheitet: Macbeth und seine Dame kommen ums Leben, und Gerechtigkeit wird wiederhergestellt.
Phyllida Lloyds Produktion von 2002 für die Royal Opera ist farbenreich, durchwirkt von Schwarz, Rot- und Goldtönen. Die Hexen, die sich der Bühnenbildner Anthony Ward als merkwürdige Kreaturen mit scharlachroten Turbanen vorstellt, sind ständig gegenwärtige Mittler des Schicksals. Lloyd schildert Macbeths Kinderlosigkeit als die düstere Traurigkeit, die hinter den schrecklichen Taten lauert. Die Produktion der Royal Opera verwendet Verdis überarbeitete Pariser Fassung von 1865 mit Lady Macbeths fesselnder Arie 'La luce langue'.

 

MUSIK - GIUSEPPE VERDI

REGIE - PHYLLIDA LLOYD

DIRIGENT - ANTONIO PAPPANO

MACBETH - ŽELJKO LUČIĆ

LADY MACBETH - ANNA NETREBKO

BANQUO - ILDEBRANDO D’ARCANGELO

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 200 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG | ITALIENISCH GESUNGEN MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN 

MANON - Donnerstag, 3. Mai 2018 | 20.15 Uhr

Ballett in drei Akten

Kenneth MacMillan

 

KENNETH MACMILLANS EINDRINGLICHE ERZÄHLUNG VON MANONS UND DES GRIEUX' TRAGISCHER LIEBE IST EIN MEISTERWERK DES MODERNEN BALLETTS, MIT DER MUSIK VON MASSENET.

 

Lescaut verhandelt mit einem Mitreisenden über seine Schwester Manon. Als sie dem Studenten Des Grieux begegnet, verlieben sich beide ineinander und fliehen nach Paris. Der reiche Lebemann G.M. bietet Manon als seine Geliebte ein Luxusleben, und sie kann nicht widerstehen. Von Lescaut ermutigt, betrügt Des Grieux beim Kartenspiel, um an G.M.s Geld zu kommen. Sie werden des Falschspiels überführt. Manon wird als Prostituierte verhaftet und nach New Orleans deportiert, und Des Grieux folgt ihr. Auf der Flucht stirbt Manon an Erschöpfung.
Kenneth MacMillans Quelle zu Manon war Abbé Prévosts Roman des 18. Jahrhunderts, den Massenet und Puccini bereits für die Oper adaptiert hatten. Das Ballett, am 7. März 1974 mit Antoinette Sibley und Anthony Dowell in den Hauptrollen uraufgeführt, gehörte bald zum festen Repertoire des Royal Ballet und setzte neue Maßstäbe für dramatischen Erwachsenentanz.
Manon und ihr Kampf, der Armut zu entkommen, zeigt sich auch in der Bühnengestaltung von Nicholas Georgiadis, der eine Welt verschwenderischer Pracht schildert, kontrastiert mit jämmerlichem Elend. MacMillans spektakuläre Ensembleszenen für die gesamte Truppe zeichnen lebendige, komplexe Porträts so verschiedener Gesellschaften wie in Paris und New Orleans. Doch der Motor dieser tragischen Geschichte ist der leidenschaftliche pas de deux von Manon und Des Grieux: An die Intensität seines früheren Balletts Romeo and Juliet erinnernd, macht er Manon zu einem der mächtigsten Dramen MacMillans. 

 

CHOREOGRAPHIE - KENNETH MACMILLAN

MUSIK - JULES MASSENET 

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 155 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG

 

SCHWANENSEE - Dienstag, 12. Juni 2018 | 20.15 Uhr

Ballett in vier Akten

Liam Scarlett nach Petipa und Ivanov (Neue Produktion)

 

DAS ROYAL BALLET PRÄSENTIERT EINE NEUPRODUKTION DES WUNDERBAREN BALLETTS TSCHAIKOWSKYS, MIT ZUSÄTZLICHER CHOREOGRAPHIE VON LIAM SCARLETT UND DER BÜHNENAUSSTATTUNG VON JOHN MACFARLANE.

 

Schwanensee hat seit 1934 einen besonderen Platz im Repertoire des Royal Ballet. In dieser Spielzeit bietet das Royal Ballet eine Neuproduktion mit zusätzlicher Choreographie des Artist-in-Residence Liam Scarlett. Dieser bleibt dem Petipa-Iwanow-Text treu, geht jedoch, zusammen mit seinem langjährigen Bühnengestalter John Macfarlane, mit frischem Blick an die Inszenierung dieses klassischen Balletts heran.
Prinz Siegfried begegnet auf der Jagd einem Schwarm Schwänen. Als einer der Schwäne zu einer wunderschönen Frau wird, ist er hingerissen. Doch sie ist in einem Zauber gefangen und kann ihre menschliche Gestalt nur nachts annehmen.
Schwanensee war Tschaikowskys erste Ballettmusik. Da das Werk heute zu den wohl beliebtesten klassischen Balletten überhaupt gehört, mag erstaunen, dass es 1877 bei der Uraufführung nur mäßigen Erfolg hatte. Dank der Produktion von Marius Petipa und Lew Iwanow ist Schwanensee inzwischen nicht nur für Ballettfreunde, sondern auch in der breiteren Populärkultur eine feste Größe. Diesen Erfolg sichern dem Werk, neben dem wunderbaren symphonischen Schwung von Tschaikowskys Musik, die choreographischen Kontraste zwischen Petipas Szenen im Königspalast und Iwanows lyrischen Szenen am See.

 

CHOREOGRAPHIE - MARIUS PETIPA UND LEW IWANOW 

ZUSÄTZLICHE CHOREOGRAPHIE - LIAM SCARLETT

MUSIK - PETER TSCHAIKOWSKY 

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 180 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG