Live-Kinosaison

ZWÖLF BLOCKBUSTER-TITEL, EINE KINOSAISON

LIVE AUS DEM ROYAL OPERA HOUSE 2017/18

 

Mit zwölf Titeln wird die Royal Opera House Live-Kinosaison 2017/18 das Publikum in mehr als 1500 Kinos in über 40 Ländern begeistern. Die neue Saison umfasst einige der beliebtesten Produktionen der Royal Opera und des Royal Ballet’s aus dem klassischen Repertoire, viele der besten Ballett- und Opernstars der Welt und vier brandneue Produktionen. Die Filmgalerie Großenhain wird die Übertragungen live aus dem Covent Garden in London zeigen.

 

Die Royal Opera House Live-Kinosaison 2017/18 besteht aus folgenden Produktionen: 

CARMEN - Dienstag, 6. März 2018 | 19.45 Uhr

Oper in vier Akten

Georges Bizet

 

BIZETS KLASSISCHE FRANZÖSISCHE OPER MIT ANNA GORYCHOVA IN DER TITELROLLE VON BARRIE KOSKYS EINDRINGLICHER PRODUKTION.

 

Carmen ist die bekannteste Oper des französischen Komponisten Georges Bizet und eines der berühmtesten Werke überhaupt in dieser Musikgattung – Nummern wie die Habanera und das Torero-Lied sind so geläufig geworden wie wenige andere. Der erregenden Kombination von Leidenschaft, Sinnlichkeit und Gewalt in dieser Oper war die Bühne nicht gewachsen, und das Werk fiel bei der Kritik durch, als es 1875 uraufgeführt wurde. Bizet starb kurze Zeit später und erlebte nie den spektakulären Erfolg, den seine Carmen erzielen würde: Die Oper wurde allein in Covent Garden über fünfhundertmal aufgeführt. In seiner betont körperhaften, ursprünglich für die Oper Frankfurt geschaffenen Produktion betrachtet Barrie Kosky diese seit jeher beliebte Oper aus einem neuen Blickwinkel. Der australische Regisseur gehört zu den gefragtesten Opernregisseuren der Welt; mit Begeisterung aufgenommen wurde 2016 sein Debüt für die Royal Opera mit Schostakowitschs Die Nase. Für Carmen hat er eine Version geschaffen, die von der traditionellen Auffassung weit entfernt ist; so fügte er Musik ein, die Bizet zwar für die Partitur geschrieben hatte, die jedoch gewöhnlich nicht zu hören ist, und der unendlich faszinierenden Hauptfigur gab er eine neue Stimme.

 

MUSIK - GEORGES BIZET

REGIE - BARRIE KOSKY 

DIRIGENT - JAKUB HRŮŠA

CARMEN - ANNA GORYACHOVA 

DON JOSÉ - FRANCESCO MELI 

MICAËLA - ANETT FRITSCH

ESCAMILLO - KOSTAS SMORIGINAS

 

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 200 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG | FRANZÖSISCH GESUNGEN MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN 

BERNSTEIN CELEBRATION - Dienstag, 27. März 2018 | 20.15 Uhr

Drei Ballette, zwei neue Produktionen

Wane McGregor, Liam Scarlett und Christopher Wheeldon

 

DAS ROYAL BALLET FEIERT LEONARD BERNSTEINS 100. GEBURTSTAG MIT EINEM PROGRAMM, DAS AUSSCHLIESSLICH WERKEN VON BERNSTEIN GEWIDMET IST UND CHOREOGRAPHIEN VON WAYNE MCGREGOR, LIAM SCARLETT UND CHRISTOPHER WHEELDON UMFASST.

 

Leonard Bernstein war einer der ersten klassischen Komponisten in Amerika, die bei Publikum und Kritik gleichermaßen Beifall fanden. Er schöpfte aus den unterschiedlichsten Quellen – griff auf Jazz und die Moderne, die Traditionen jüdischer Musik und das Broadway-Musical zurück – und viele Partituren Bernsteins eignen sich ausgesprochen gut für den Tanz. Besonders verbunden war er Jerome Robbins, mit dem gemeinsam er Fancy Free und West Side Story auf die Bühne brachte. Zur Feier des 100. Geburtstags des Komponisten hat das Royal Ballet seine drei Choreographen mit der Aufgabe betraut, die dynamische Breite und Tanzbarkeit von Bernsteins Musik zu feiern.
Das Programm umfasst zwei Welturaufführungen des Haus-Choreographen Wayne McGregor und des Künstlerischen Mitarbeiters Christopher Wheeldon – für beide Künstler jeweils der erste Streifzug zu Bernstein. Im Mittelpunkt des Programms steht die erste Wiederaufnahme des Balletts The Age of Anxiety, das Liam Scarlett, Artist-in-Residence des Royal Ballet, 2014 zu Bernsteins introspektiver Zweiten Symphonie schuf. Symphonie wie Ballett gehen auf W.H. Audens meisterhaftes, modernistisches Gedicht zurück, das selbst eine Reaktion war auf die Atmosphäre der Enttäuschung und Ungewissheit, die auf das Ende des Zweiten Weltkriegs folgte.

 

CHOREOGRAPHIE - WAYNE MCGREGOR, LIAM SCARLETT, CHRISTOPHER WHEELDON 
MUSIK - LEONARD BERNSTEIN

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 180 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG

MACBETH - Mittwoch, 4. April 2018 | 20.15 Uhr

Oper in vier Akten

Giuseppe Verdi 

 

VERDIS OPER NACH SHAKESPEARES TRAGÖDIE, MIT EINER WUNDERBAREN BESETZUNG, DARUNTER ANNA NETREBKO, ŽELJKO LUČIĆ UND ILDEBRANDO D'ARCANGELO, WIRD VON ANTONIO PAPPANO DIRIGIERT.


Verdis lebenslange Liebe zu Shakespeares Werken begann mit Macbeth, einem Stück, das er für 'eine der größten Schöpfungen der Menschheit' hielt. Mit seinem Librettisten Francesco Maria Piave machte sich Verdi auf den Weg, 'etwas Besonderes' zu schaffen. Ihr Erfolg wird in jedem Takt einer Partitur deutlich, die Verdi von seiner dramatischsten Seite zeigt, voller dämonischer Energie. Der Feldherr Macbeth kämpft auf der Seite des schottischen Königs – doch als ihm eine Gruppe Hexen prophezeit, er werde selbst König, animiert rücksichtsloser Ehrgeiz ihn und seine Frau zu furchtbaren Taten. Mord macht Macbeth zum König, Intrigen und Schlächtereien kennzeichnen seine kurze, dem Untergang geweihte Herrschaft. Die Hexen machen eine weitere Vorhersage, die sich ebenfalls bewahrheitet: Macbeth und seine Dame kommen ums Leben, und Gerechtigkeit wird wiederhergestellt.
Phyllida Lloyds Produktion von 2002 für die Royal Opera ist farbenreich, durchwirkt von Schwarz, Rot- und Goldtönen. Die Hexen, die sich der Bühnenbildner Anthony Ward als merkwürdige Kreaturen mit scharlachroten Turbanen vorstellt, sind ständig gegenwärtige Mittler des Schicksals. Lloyd schildert Macbeths Kinderlosigkeit als die düstere Traurigkeit, die hinter den schrecklichen Taten lauert. Die Produktion der Royal Opera verwendet Verdis überarbeitete Pariser Fassung von 1865 mit Lady Macbeths fesselnder Arie 'La luce langue'.

 

MUSIK - GIUSEPPE VERDI

REGIE - PHYLLIDA LLOYD

DIRIGENT - ANTONIO PAPPANO

MACBETH - ŽELJKO LUČIĆ

LADY MACBETH - ANNA NETREBKO

BANQUO - ILDEBRANDO D’ARCANGELO

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 200 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG | ITALIENISCH GESUNGEN MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN 

MANON - Donnerstag, 3. Mai 2018 | 20.15 Uhr

Ballett in drei Akten

Kenneth MacMillan

 

KENNETH MACMILLANS EINDRINGLICHE ERZÄHLUNG VON MANONS UND DES GRIEUX' TRAGISCHER LIEBE IST EIN MEISTERWERK DES MODERNEN BALLETTS, MIT DER MUSIK VON MASSENET.

 

Lescaut verhandelt mit einem Mitreisenden über seine Schwester Manon. Als sie dem Studenten Des Grieux begegnet, verlieben sich beide ineinander und fliehen nach Paris. Der reiche Lebemann G.M. bietet Manon als seine Geliebte ein Luxusleben, und sie kann nicht widerstehen. Von Lescaut ermutigt, betrügt Des Grieux beim Kartenspiel, um an G.M.s Geld zu kommen. Sie werden des Falschspiels überführt. Manon wird als Prostituierte verhaftet und nach New Orleans deportiert, und Des Grieux folgt ihr. Auf der Flucht stirbt Manon an Erschöpfung.
Kenneth MacMillans Quelle zu Manon war Abbé Prévosts Roman des 18. Jahrhunderts, den Massenet und Puccini bereits für die Oper adaptiert hatten. Das Ballett, am 7. März 1974 mit Antoinette Sibley und Anthony Dowell in den Hauptrollen uraufgeführt, gehörte bald zum festen Repertoire des Royal Ballet und setzte neue Maßstäbe für dramatischen Erwachsenentanz.
Manon und ihr Kampf, der Armut zu entkommen, zeigt sich auch in der Bühnengestaltung von Nicholas Georgiadis, der eine Welt verschwenderischer Pracht schildert, kontrastiert mit jämmerlichem Elend. MacMillans spektakuläre Ensembleszenen für die gesamte Truppe zeichnen lebendige, komplexe Porträts so verschiedener Gesellschaften wie in Paris und New Orleans. Doch der Motor dieser tragischen Geschichte ist der leidenschaftliche pas de deux von Manon und Des Grieux: An die Intensität seines früheren Balletts Romeo and Juliet erinnernd, macht er Manon zu einem der mächtigsten Dramen MacMillans. 

 

CHOREOGRAPHIE - KENNETH MACMILLAN

MUSIK - JULES MASSENET 

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 155 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG

 

SCHWANENSEE - Dienstag, 12. Juni 2018 | 20.15 Uhr

Ballett in vier Akten

Liam Scarlett nach Petipa und Ivanov (Neue Produktion)

 

DAS ROYAL BALLET PRÄSENTIERT EINE NEUPRODUKTION DES WUNDERBAREN BALLETTS TSCHAIKOWSKYS, MIT ZUSÄTZLICHER CHOREOGRAPHIE VON LIAM SCARLETT UND DER BÜHNENAUSSTATTUNG VON JOHN MACFARLANE.

 

Schwanensee hat seit 1934 einen besonderen Platz im Repertoire des Royal Ballet. In dieser Spielzeit bietet das Royal Ballet eine Neuproduktion mit zusätzlicher Choreographie des Artist-in-Residence Liam Scarlett. Dieser bleibt dem Petipa-Iwanow-Text treu, geht jedoch, zusammen mit seinem langjährigen Bühnengestalter John Macfarlane, mit frischem Blick an die Inszenierung dieses klassischen Balletts heran.
Prinz Siegfried begegnet auf der Jagd einem Schwarm Schwänen. Als einer der Schwäne zu einer wunderschönen Frau wird, ist er hingerissen. Doch sie ist in einem Zauber gefangen und kann ihre menschliche Gestalt nur nachts annehmen.
Schwanensee war Tschaikowskys erste Ballettmusik. Da das Werk heute zu den wohl beliebtesten klassischen Balletten überhaupt gehört, mag erstaunen, dass es 1877 bei der Uraufführung nur mäßigen Erfolg hatte. Dank der Produktion von Marius Petipa und Lew Iwanow ist Schwanensee inzwischen nicht nur für Ballettfreunde, sondern auch in der breiteren Populärkultur eine feste Größe. Diesen Erfolg sichern dem Werk, neben dem wunderbaren symphonischen Schwung von Tschaikowskys Musik, die choreographischen Kontraste zwischen Petipas Szenen im Königspalast und Iwanows lyrischen Szenen am See.

 

CHOREOGRAPHIE - MARIUS PETIPA UND LEW IWANOW 

ZUSÄTZLICHE CHOREOGRAPHIE - LIAM SCARLETT

MUSIK - PETER TSCHAIKOWSKY 

 

VORSTELLUNGSDAUER:

CA. 180 MINUTEN INKL. ZWEI PAUSEN + EINFÜHRUNG