Neue Elbland Philharmonie
Solist: Christoph Berner, Klavier
Dirigent: GMD Christian Voß
Programm
Jean Sibelius (1865-1957) - Finlandia op.26
Maurice Ravel (1875-1937) - Klavierkonzert D-Dur für die linke Hand
Solist: Christoph Berner
Ludwig van Beethoven (1770-1827) - 5. Sinfonie
„So klopft das Schicksal an die Pforte“ soll Beethoven zu den berühmten ersten Tönen seiner 5. Sinfonie gesagt haben. Deshalb trug die am 22. Dezember 1808 in Wien uraufgeführte Sinfonie häufig auch den Beinamen „Schicksalssinfonie“. Bereits ab 1796 stellten sich bei Beethoven die ersten Zeichen der Schwerhörigkeit ein und verbitterten sein Leben. 1802 verlieh er seiner Verzweiflung in dem berühmten „Heiligenstädter Testament“ Ausdruck. Doch sein „inneres Ohr“, sein Tonbewusstsein hatte das Leiden nicht angegriffen, denn sein kompositorisches Schaffen blieb ungebrochen.
Der amerikanische Pianist österreichischer Herkunft Paul Wittgenstein (1887-1961) verlor im 1. Weltkrieg seinen rechten Arm. Aber er trotzte seinem Schicksal und setzte seine Karriere als Pianist fort, in dem er zahlreiche Klavierwerke für die linke Hand in Auftrag gab. So komponierte auch Maurice Ravel 1929 für ihn das „Klavierkonzert D-Dur für die linke Hand“.
Die sinfonische Dichtung „Finlandia“ op. 26 des finnischen Komponisten Jean Sibelius bezeugt das im 19. Jahrhundert nationale „Erwachen“ der Finnen. Sie galt geradezu als „geheime Nationalhymne“. Die Beliebtheit und patriotisch-emotionale Bedeutung des Stücks ist in Finnland bis heute ungebrochen.
Christoph Berner, Klavier
Christoph Berner wurde in Wien geboren und studierte an der Universität für Musik und Darstellende Kunst seiner Heimatstadt bei Imola Joo, Hans Graf und Hans Petermandl. Von 1993 bis 1995 besuchte er die Meisterschule von Maria Tipo in Fiesole (Italien). 1997 schloss er seine Studien mit Auszeichnung ab. Konzertauftritte führten ihn in alle Länder Europas, nach Japan, Mexiko und die USA, wo er 1995 u.a. mit großem Erfolg in der Carnegie Hall, New York, debütierte. Als Solist stand Christoph Berner bereits mit zahlreichen namhaften Orchestern auf der Bühne, u.a. mit der Dresdner Philharmonie, den Stuttgarter Philharmoniker, dem Moskauer Tschaikowski Orchester oder dem Royal Scottish Philharmonic Orchestra.
Eine erste Solo-CD (1999) von Christoph Berner, der seit 2001 in Dresden lebt, ist ausschließlich Werken von Robert Schumann gewidmet, eine zweite (2005) den späten Klavierwerken von W.A. Mozart. Darüber hinaus erschienen bei Alba Records eine CD mit Violinsonaten der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts mit Réka Szilvay, bei EMI gemeinsam mit dem britischen Cellisten Richard Harwood eine CD mit Sonaten von Beethoven und Chopin, sowie bei harmonia mundi und mit Werner Güra eine CD mit Liedern von Clara und Robert Schumann, eine Aufnahme des „Schwanengesangs“ von F. Schubert, eine CD mit Liedern und Klavierstücken von Mozart sowie eine Aufnahme der „Liebesliederwalzer“ von J. Brahms. Die drei letztgenannten Aufnahmen wurden mit dem „Diapason d´or“ ausgezeichnet.