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Samstag den 16. Mai 2009 um 19:00 Uhr

"Paukenschlag" Philharmonisches Konzert

Babette Haag, Marimbaphone

Dirigent: GMD Christian Voß
Solist: Babette Haag, Marimbaphon

Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Ney Rosauro Konzert für Marimbaphon und Orchester Nr. 2
Joseph Haydn Sinfonie Nr. 94 (Sinfonie mit dem Paukenschlag)

Zyklus der „Londoner Sinfonien“
Das Jahr 1790 brachte für Joseph Haydn eine entscheidende Wende. Am 28. September starb Fürst Nikolaus Esterházy, in dessen Diensten der Komponist fast drei Jahrzehnte lang gestanden hatte. Die Nachfolge trat der Sohn, Fürst Anton, an, der wenig Interesse für das Musische zeigte und sogleich fast allen Musikern kündigte. Haydn blieb pro forma als „Fürstlich Esterházyscher Kapellmeister“ im Amt, erhielt sein sogar um 400 Gulden aufgestocktes Jahresgehalt weiter, war aber der dienstlichen Verpflichtungen enthoben. Die Freiheit genießend, siedelte er sofort nach Wien um. Doch bald schon folgte er dem mehrfach an ihn ergangenen Ruf des Geigers und Konzertunternehmers Johann Peter Salomon und brach bereits im Dezember des Jahres zu einer Reise nach London auf. Diesem ersten, zwei Jahre währenden London-Aufenthalt sollte ein zweiter von 1794 bis 1795 folgen. Die für Haydn überaus erfolgreiche Zeit in der quirligen Metropole, wo er wie ein Star gefeiert wurde, inspirierte ihn unter anderem zur Komposition der zwölf so genannten „Londoner Sinfonien“, welche zum abschließenden Höhepunkt dieser Gattung wurden.
Fünf Jahre später, am 4. April 1800, wurde Beethovens 1. Sinfonie im Wiener Hofburgtheater uraufgeführt. Obwohl sie der Form und der instrumentalen Besetzung nach an die Werke Mozarts und Haydns anknüpfte, war die Tonsprache eine solch neue, originale, dass sie unter den Zeitgenossen überraschtes Befremden auslöste.

Babette Haag - Biographie
Die Münchnerin Babette Haag fing mit sechs Jahren an Klavier zu spielen, ehe ein Konzert für Marimbaphon und Orchester die Siebzehnjährige derart begeisterte, dass sie sich für ein Studium der Schlaginstrumente als Berufsweg entschied. Von 1988 – 1994 studierte sie an der Musikhochschule in Freiburg/Br., wurde als Preisträgerin des Deutschen Musik-Wettbewerbs in die Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ aufgenommen und legte in der Saison 1992/93 den Grundstein für ihre Solokarriere mit mehr als 40 Soloauftritten in ganz Deutschland.

Babette Haag gehörte ausserdem der Jungen Deutschen Philharmonie und der Philharmonie des Schleswig-Holstein Musik Festivals an. Mit diesem Orchester, das 1995 in „Philharmonie der Nationen“ umbenannt wurde, trat sie sieben Jahre lang unter der Leitung von Justus Frantz als Solopaukerin und Organisatorin der Schlagzeug-Abteilung auf zahlreichen Konzerttourneen im In- und Ausland, bei CD-Produktionen sowie in der Fernsehsendung „Achtung! Klassik“ auf. Seit Beendigung Ihres Studiums im Frühjahr 1994, kann man Babette Haag in verschiedensten Formationen erleben: in Percussion-Recitals, Konzerten für Marimba oder Schlagzeug und Orchester, mit dem PercussionEnsemble Pandora oder als Kammermusik-Partnerin (u.a. im Duo Arparimba und Trio TriColore, mit dem Klavierduo Paratore, mit Alexej Lubimov & Alexander Rabinovich, mit Klaus Maria Brandauer oder Bobby McFerrin).
Ihre Auftritte führten sie in viele Länder Europas sowie in die baltischen Staaten, die USA, nach Brasilien, Saudi-Arabien, Nicaragua und den Sudan. Babette Haag ist gern gesehener Gast bei den großen internationalen Musikfestivals und wird von zahlreichen Sinfonie-Orchestern eingeladen (Rheingau Musikfestival, Ludwigsburger Schloßfestspiele, Schleswig-Holstein Musik Festival, Berliner Festwochen, Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks, Frankfurter Museumsorchester, Staatstheater Oldenburg, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Musikcollegium Schaffhausen, Polnische Kammerphilharmonie, Philharmonie Thüringen, Dresdner Kapellsolisten oder Sinfonieorchester Plauen/Zwickau).
Ihr Nord- und Südamerika Debüt als Solistin gab die Musikerin im Jahr 2004 mit viel beachteten Recitals und Konzerten mit Orchester, gekrönt von TV- und Hörfunk-Mitschnitten ihrer umjubelten Auftritte z.B. in der Sala Sao Paulo, der renommiertesten Konzertreihe Brasiliens. Im Frühjahr 2005 folgte sie einer Einladung nach Saudi-Arabien und 2006 war sie unter anderem auf dem Luxus-Kreuzfahrtschiff MS Europa auf einer Reise rund um Großbritannien zu hören, bevor sie zu mehreren Konzerten in den Sudan aufbrach.

 

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