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Freitag den 06. Februar 2009 um 19:30 Uhr

Dia-Show "Traumzeit - Abenteuer - Australien"

Didgeridoo-Spieler Am Feuer Uluru Kata Tjuta Berge

7 Monate reiste der freiberufliche Fotograf Sven Oyen quer durch Australien. Ob zu Fuß, mit einem Geländemotorrad oder einem Jeep auf staubigen Outback-Pisten unterwegs, immer zeigte sich der rote Kontinent von einer neuen unbekannten Seite. Landschaften der Superlative, die endemische Tierwelt und die wahrscheinlich älteste Kultur unserer Erde, die der Aborigines, locken uns nach down under, wie die weißen Australier ihren Kontinent nennen.

Vom stark besiedelten Südost-Teil mit seinen Metropolen Sydney, Melbourne und Adelaide, führt die Reise in das fast menschenleere Zentrum das Outback, wo Ayers Rock, die Olgas und Kings Canyon liegen. Danach geht es in den subtropischen Norden mit dem Kakadu N.P. und entlang der traumhaften Westküste, den vielleicht schönsten Teil Australiens. Im äußersten Nordostzipfel, auf der Kap York Halbinsel leben fast ausschließlich Aborigines. In dieser isolierten Lage versuchen die Aborigines die Traumzeit (die mythologische Erschaffung unserer Mutter Erde) auch heute noch zu leben. Der Klang des Didgeridoo und die überlieferten Gesänge bei den traditionellen Tanzritualen der Aborigines, entführen uns in eine längst vergessen Zeit.

Das Didgeridoo

Das Didgeridoo ist wahrscheinlich das älteste Musikinstrument unserer Erde.
Die australische Aborigines spielen das Didgeridoo seit tausenden von Jahren und ahmten damit alle Naturgeräusche nach. Bei ihren Zeremonien können sie damit komplexe Geschichten erzählen.

Der Spieler des Didgeridoo vermag durch intensives Hören und der Nachahmung der Töne im Zusammenspiel mit der Zirkularatmung, einen Trancezustand zu erreichen, in dem es ihm möglich ist, in ein anders Wesen überzugehen und sich dann z.B. als Känguruh oder Biene durch die Natur zu bewegen. Dazu trägen wahrscheinlich auch die entstehenden Schwingung des Didgeridoo teil, welche sich auf den Spieler übertragen.

In der heutigen Zeit wird das Didgeridoo zunehmend von verschiedensten Musikrichtungen als exotisches Instrument entdeckt und einbezogen.

Das Didgeridoo ist nicht viel mehr als ein Stück Stamm oder Ast eines Baumes, bevorzugt Eykalyptus, welcher von Termiten ausgehöhlt wurde. Die australischen Aborigines erkennen durch abklopfen der Äste und Stämme das es sich um ein geeignetes Stück handelt. Es wird abgeschlagen, auf die richtige Länge gekürzt und das Mundstück mit Wachs von Wildbienen geformt.

Mit entspannten Lippe bläst man leicht in die Öffnung. Dadurch entsteht ein schwingender Ton, dieser kann fast endlos gehalten werden, wenn man die etwas schwierig zu erlernende Zirkularatmung beherrscht. Durch die Veränderung des Mundraumes oder das bewegen der Zunge können zusätzlich unterschiedlichste Töne erzeugt werden.

 

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